Image Die erste Rennveranstaltung der Saison 2007 fand in Wildenau in Oberösterreich statt. K.rin und ich sind bereits am Freitag Vormittag aufgebrochen, um den Wochenendverkehr zeitlich zu umgehen. An der Strecke angelangt wurde gleich einmal eine freie Position im Fahrerlager, welches direkt an einem wunderschönen Badesee lag, abgegrenzt und danach erfolgte die erste Besichtigung der im Aufbau befindlichen Strecke. Die Strecke wurde in mühevoller Arbeit vom Veranstaltungsteam aus dem Boden gestampft.

Image Für den Offroadteil kann man das durchaus wörtlich nehmen, denn dieser befand sich in einem Acker und da musste einiges an Erde bewegt werden, bis sich die gewünschten Anlieger, Sprunghügel, Kurven und Grabenquerungen bildeten und vor allem auch verfestigten. Da die restliche Strecke über einen Parkplatz und zum Teil eine öffentliche, für die Veranstaltung gesperrte, Strasse verlief, musste auch dort ordentlich Hand angelegt werden. Vor allem was die Sicherung der zahlreichen Bäume, Verkehrsschilder und Randsteine betraf. Für die Zuschauer wurde eine Brücke über die Strecke errichtet, damit diese zum inneren Teil des Veranstaltungsgeländes Zutritt hatten. Es wurde bis in die tiefe Nacht hinein gearbeitet um am nächsten Tag dem Publikum und den Fahrern optimale Bedingungen bieten zu können.

Image Da die Strecke recht offroadlastig und der Asphaltbereich, aus meiner Sicht zumindest, recht einfach zu fahren war, wusste ich sofort das das jetzt nicht meine Strecke sein würde. Aber so ist das nun einmal, es wird noch andere Strecken geben und die kommen mir dann wieder mehr entgegen und somit gleicht sich letztendlich alles aus. Fritz, das ist jetzt der einzige neben mir im Team der zur Zeit weder schwanger (wie K.rin) ist, sich auch nicht zum selbstständigen Vollzeitsklaven (wie Dieter) weiterentwickelt und keinen Wohnpark für sein neues Zuhause (wie Hannes) bauen will, traf dann mit seiner Alex am frühen Abend ein. Während unsere Damen sich am Griller betätigten, gingen Fritz und ich mit einem Bier in der Hand die Strecke ab, um danach rechtzeitig unser mittlerweile kalt gewordenes Abendessen zum warmen Bier zu verdrücken. Das ist wohl der Grund warum wir Motorrad fahren, weil mit einem Motorrad lässt sich die Strecke schneller bewältigen und man hat danach ein warmes Essen. Und wenn wir schneller trinken würden, wäre das Bier in der Hand nicht warm geworden.

Image Fritz und ich starten heuer wieder im Michelincup und zusätzlich noch im Castrol Cup, wobei unser Hauptaugenmerk auf den Michelincup liegt. Im freien Training kam es dann schlimmer als erwartet, Fritz fuhr im ersten Training auf den 21. und im zweiten auf den 23. Platz, ich landete an der 16. und 17. Position. Im zweiten freien Training zum Castrol Cup, blieb ich mit dem Fuß an einem Reifenstapel in der Schikane nach der Start/Zielgraden hängen und verdrehte mir dabei kräftig das Knie. K.rin hat diesen Augenblick mit der Kamera eingefangen - man beachte den Winkel zwischen Oberschenkel und Fußspitze. Ich durfte danach zum ersten Mal die Hilfe des anwesenden Rennarztes in Anspruch nehmen. 'Ganz toll', dachte ich mir, 'die kaputte Bandscheibe hält sich diesmal zurück, die angeschlagene Schulter und die Sehenscheidenentzündigung in der Gashand würde ich schon aushalten, aber mit dem Knie kann ich jetzt wohl zusammenpacken und hoffen, dass ich beim nächsten Rennen wieder dabei sein kann'. Es ist dann aber doch noch was gegangen, weil wie so oft ist es am Motorrad besser als auf den Beinen und ich konnte noch den 11. Startplatz herausfahren. In Anbetracht meiner Leistungen im freien Training für mich durchaus zufriedenstellendes Ergebnis. Fritz konnte sich auch verbessern und fuhr auf die 18. Startposition.

Image Der Sonntag begann bei mir sehr sportlich, auf dem Mountainbike. Nach einiger Zeit löste sich die Blockade im Knie und es wurde wieder beweglicher. Ja, Bewegung ist alles und damit wir in Bewegung blieben, haben Fritz und ich noch schnell die verschlissenen Kupplungsbeläge an meinem und die Bremsflüssigkeit an seinem Motorrad gewechselt. Dann ging es schon raus zum Warmup und nachdem die Kupplung noch ein wenig hakte, fuhr ich mit dem selben Motorrad auch noch das Warmup für den Castrol Cup. Danach passte alles wieder und das lange Warten auf das erste Rennen begann. Fritz und ich beschlossen nur im Michelin Cup zu starten, um unsere Kräfte, die auf Grund des großen Offroadteils doch ein wenig strapaziert wurden, besser einteilen zu können.

Image Im Ersten Lauf zum Michelin Cup gelang mir ein guter Start, ich verlor dabei keinen Platz und konnte in den ersten Kurven noch 2 Gegner überholen. Im Rennverlauf erhöhte sich kontinuierlich mein Abstand zur Spitzengruppe und so konzentrierte ich mich auf die Verteidigung meiner Position. Dies war vor allem im Zuge einiger Überrundungen schwierig, da die blauen Flaggen anscheinend nur für die Spitzengruppe geschwenkt werden. Letztendlich wurde es der 6. Rang, mit dem ich natürlich hochzufrieden war. Bei Fritz lief es nicht ganz so gut, da er nach einem schlechtem Start noch durch den Sturz seines Vordermannes mit zu Boden gehen und das Rennen von hinterster Stelle wieder aufnehmen musste. Er fuhr nach einer kraftraubenden Aufholjagd, die ihm aber allem Anschein nach auch Spass gemacht hat, noch die hervorragende 16. Position ein.

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Im 2. Lauf ist mir der Start weniger gut gelungen und ich verlor im Getümmel der ersten Kurven noch den einen oder anderen Platz. Nach dem dann die Positionen bezogen waren versuchte ich Druck auf die vor mir liegenden Gegner auszuüben, was mir aber leider nicht so gut gelang, da immer wieder Gestürzte zwischen uns gerieten. Und ja, das Problem mit der blauen Flagge galt noch immer. Durch diverse Fehler der Konkurrenz bin ich dann doch noch auf die 10. Position vorgekommen und so endete mein Rennwochenende für mich doch noch recht zufriedenstellend. Fritz hatte diesmal einen guten Start und lag die ersten Runden direkt hinter mir, machte dann aber einen Fehler und würgte dabei das Motorrad ab. Dies wurde von seinem Hintermann sofort genutzt und der Kontakt zu mir riss dadurch ab. Für ihn ergab sich letztendlich der 14. Platz, womit er allerdings nach seinen Trainingsresultaten auch nicht unzufrieden war.

Nächster Lauf zur ÖM/Intercup 2007: 19.-20. Mai